Gersheim ist stolz darauf jetzt den 2. Impftermin durchführen zu können !

„Wir freuen uns, dass wir jetzt den 2. Impftermin für unsere Bewohner durchführen können", so Jacqueline Weigand, verantwortliche Pflegefachkraft der DRK Seniorenresidenz Gersheim   

Das DRK Impf-Organisationsteam in Gersheim

Die mit der Pandemie verbundenen gesetzlichen Regelungen und Empfehlungen im Saarland sind für die Alten- und Pflegeheime seit Ausbruch der Pandemie vor einem Jahr eine besondere Herausforderung. Sie fordern auch in der Pflegeeinrichtung in Gersheim von jedem Mitarbeiter, sei es aus der Verwaltung, der Pflege, der Hauswirtschaft oder der sozialen Betreuung, den vollen Einsatz und die volle Konzentration, damit sich die Bewohner weiterhin wohl fühlen wie zu Hause und vor allem geschützt sind vor einer Ansteckung. Mussten seit dem 21. Dezember 2020 zwei Mal wöchentlich bei allen Bewohnern und Mitarbeitern Antigen-Schnelltests auf das Coroanvirus durchgeführt werden, so stand jetzt als weitere Herausforderung an, die Vorbereitung und Organisation der Impftermine für die Bewohner in einem Abstand von drei Wochen.

Erfolgreich durchgeführte erste Impfung am Donnerstag, dem 7. Januar 2021

Die erste Covid-19 Impfung fand am Donnerstag, dem 7. Januar 2021. Dabei wurden insgesamt 58 Bewohner geimpft, eine Person konnte aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden. Das Durchschnittsalter der geimpften Personen war 83 Jahre, der älteste Herr war 100 und die älteste Dame 96."Wir waren so erleichtert, dass dieser 1. Impftermin, der für uns alle Neuland war, so reibungslos verlaufen ist und niemand zeigte danach Symptome", so Jacqueline Weigand, Pflegefachkraft.

Zweiter Impftermin am Donnerstag, dem 28. Januar 2021

Der zweite Impftermin in Gersheim fand jetzt am Donnerstag, dem 28. Januar 2021 statt. "Seit drei Wochen freuten sich die Bewohner auf diesen Termin, der er wird ihnen jetzt ein großes Gefühl der Sicherheit geben", so Sylvia Anna von der sozialen Betreuung, die mit allen anderen Beschäftigten die Bewohner gut auf die beiden Termine vorbereitet hatte. Einwilligungen waren eine der Voraussetzungen zur Impfung Im Vorfeld mussten von allen Bewohnern oder deren Bevollmächtigten die Einwilligungen eingeholt werden. Dazu gehörte ein Aufklärungsblatt "Zur Schutzimpfung gegen COVID-19 mit mRNA-Impfstoff", das vom Deutschen Grünen Kreuz e.V., Marburg in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut für ganz Deutschland erstellt wurde, ergänzt durch eine Anamnese Einwilligung. Erst nach Abschluss all dieser Formalitäten konnte der Impftermin geplant werden. Der Impfstoff muss zwei Mal im Abstand von 3 Wochen verabreicht werden. Für diese Impfung muss eine gesonderte Einwilligung noch einmal eingeholt werden. Das zuständige Fachreferat im Gesundheitsministerium, das all diese Informationen an die Einrichtungen vermittelt, ist die "Beratungs- und Prüfbehörde nach dem Landesheimgesetz" in der Abteilung Soziales, Inklusion und soziales Ehrenamt. Durchgeführt wurde die Impfung von einem mobilen Team des Landes, das aus einem Arzt, medizinischem Assistenzpersonal und administrativem Personal besteht. Insgesamt gibt es 5 mobile Teams.

Straffer Zeitplan und Disziplin

Alle Bewohner, außer denen, die immobil sind, diese wurden in dem Zimmer geimpft, kommen nach einem detailliert ausgearbeiteten Zeitplan in das Impfzentrum im Haus, in dem das Impfteam seine Ausrüstung aufbauen wird. Die Corona-Impfung erforderte auch einen straffen Zeitplan, denn der Impfstoff muss stark gekühlt und rasch aufgebraucht werden. "So zeitnah wie möglich und so langsam wie nötig," ist daher das Motto des Impftages. Der zeitliche Ablauf wurde bestimmt durch die Eigenschaften des Impfstoffes und das notwendige gewissenhafte Prozedere für die Impfkandidaten, d.h. die Bewohner. Schließlich muss der Arzt noch einmal über den Impfstoff aufklären und ein medizinisches Gespräch mit den Bewohnern führen. Sinn und Zweck einer Impfung Die Impfung ermöglicht es, eine Immunität in weiten Teilen der Bevölkerung zu erreichen. Damit soll sowohl eine Ausbreitung des Corona- Virus begegnet, als auch mögliche gesundheitliche Folgen einer Covid-19 - Erkrankung vermindert werden. Mit einer Impfung leisten die Bewohner ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Schutzimpfungen mit höchster Priorität sollen Menschen ab dem 80. Lebensjahr sowie deren Pflegekräfte erhalten. Zur Gruppe mit höchster Priorität zählt auch medizinisches Personal mit sehr hohem Expositionsrisiko für das Coronavirus - insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und bei Rettungsdiensten. Auch Pfleger, deren Patienten ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben, zählen zu dieser Gruppe, etwa in der Transplantationsmedizin.

Zahlen, Daten und Fakten:

Im Saarland haben inzwischen die Bewohner von 96 Pflegeheimen - knapp zwei Drittel aller Pflegeeinrichtungen im Saarland - die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten (Stand: 22.01.2021). D.h. bislang sind 5.318 Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen erstmals gegen das Coronavirus geimpft worden. Jeder fünfte davon hat auch bereits die zweite Impfdosis erhalten (Stand: 26.01.2021) . Insgesamt liegt die Impfquote in den bislang angefahrenen Einrichtungen bei 84,1 Prozent, teilte das saarländische Gesundheitsministerium. In jeder dritten Einrichtung steht die Erstimpfung noch aus.